Aufsteiger VSG Lübeck 2 zeigt in Kiel starke Leistung und sichert sich beim 1:3 immerhin einen Satzgewinn.
Für Aufsteiger VSG Lübeck 2 begann die Saison in der Regionalliga Nord mit einem Gastspiel in Kiel: In der traditionsreichen Hein-Dahlinger Halle traf das junge Team auf den amtierenden Regionalliga-Meister KTV3. Trotz der am Ende 3:1-Niederlage zeigte die VSG, dass sie in der höheren Spielklasse mithalten kann und konkurrenzfähig ist. Nach einem schwierigen Start, in dem Kiel mit 25:14 und 25:17 die ersten beiden Sätze dominierte, fand Lübeck immer besser ins Spiel.
Der dritte Satz wurde dann zum Höhepunkt aus Lübecker Sicht. Die Annahme stabilisierte sich spürbar, und auch die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff funktionierte deutlich besser. Dabei setzte Zuspieler Lasse Neumann seine Angreifer immer wieder klug in Szene, traf die richtigen Entscheidungen und verteilte die Bälle variabel. So konnte insbesondere Niko Melchert seine Dominanz im Angriff voll ausspielen und den Druck auf die Kieler Abwehr erhöhen. Zusätzlich stellte der Lübecker Trainer Robert Bartels mit zwei gezielt genommenen Auszeiten und taktisch guten Vorgaben die Weichen für den Erfolg. In einer packenden Schlussphase behielten die Lübecker die Nerven, wehrten einen Satzball ab und entschieden den Durchgang mit 26:24 für sich. Verdientermaßen erhielt Lasse Neumann für seine starke Leistung den MVP-Titel.
Im vierten Satz setzte sich die Erfahrung von KTV3 jedoch erneut durch. Kiel agierte konzentriert und spielte den Satz souverän zu Ende, sodass am Ende ein 25:16 und damit ein 3:1-Heimsieg für den Favoriten stand. Für die VSG Lübeck 2 überwog dennoch die Freude über die kämpferische Leistung und die spürbare Entwicklung während des Spiels. Mit dem gewonnenen Satz, sowie der gewonnenen Erfahrung gegen einen etablierten Gegner hat die Mannschaft ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, dass sie in der Liga mithalten kann.
