Lübeck auf die eins

27. Juli 2025

Podest-Premiere: zwei Lübecker Teams auf dem Treppchen beim Finale der FLENS Beach-Tour

Gold bei den Damen und Bronze bei den Herren für die Lübecker Beachvolleyballer am Ostseestrand von Schilksee

Als hätte sich die Juli-Sonne noch einmal ausgeruht für de letzten Stopp der diesjährigen FLENS Beach-Tour, sorgte sie zur Abwechslung am Samstag, den 26.07.2025 für sommerliche Bedingungen. So lockte es im Laufe des Tages den einen oder anderen Touristen und Fan auf die Tribüne am Olympiazentrum Schilksee – Zuschauerrekord auf der schleswig-holsteinischen Beachvolleyball-Tour.

Bronze für das langjährig eingespielte Team Yannick Bethmann und Birger Pommerenke

Hört man auf der FLENS Tour ein „Biiirger“, weiß man, dass es bei den Gegnern von Yannick Bethmann und Birger Pommerenke eingeschlagen hat. So direkt im ersten Spiel: Entsprechend Setzplatz zwei war man den auf 15 Platzierten überlegen. Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen den neuen Landessieger Lange/Tepp, denen man recht eindeutig unterlag. Je nach weiterem Tagesverlauf war also klar, man würde den längeren Weg über das Achtelfinale gehen müssen, wenn man sich auf die oberen Plätze arbeiten wollen würde. Auch dieses bestritten die beiden Lübecker souverän, das Viertelfinale wurde allerdings zum wahren Krimi. „Für Ketelsen/Witmmüss ist es dieses Spiel, das sie sie zum Landessieger küren kann“, lud der Sprecher die Kieler Gegner auf’s Spielfeld. Bethmann/Pommerenke machte dieser Hoffnung allerdings einen Strich durch diese Rechnung. Mit einem dramatischen 18:16 und 15:13 entschieden die Lübecker denkbar knapp das letzte Spiel des Tages für sich und erreichten erstmals in ihrer FLENS Karriere – auch zur Freude der mitfiebernden Lübecker Kollegen – das Halbfinale.

Am Sonntagmorgen reiste man also erneut nach Schilksee an, um die Premiere in den rosaroten Halbfinaltrikots zu bestreiten. Nach einem Satzverlust gegen Duse/Hüper kämpften sich Bethmann/Pommerenke ins Spiel zurück und gingen nach einem gewonnen zweiten Satz in den Tie-Break, der allerdings an die Gegner aus Kiel abgegeben wurde. Mission Platz 3 zum Turnierabschluss also: Und die wurde noch einmal spektakulär ausgekostet. Knapper Verlust im ersten (19:21), die Wende im zweiten (21:19) und belohnt im dritten Satz (15:12) gegen Graves/Winter. Erstmalig durften sich die beiden Lübecker Jungs auf dem Podium beglückwünschen lassen.

Platz 5 für Erik Turowski und Malte Ullerich

Abwehrspieler Erik Turowski und Blockspieler Malte Ullerich hatten sich recht spontan für das Turnier zusammengeschlossen. Noch einmal den Sand unter den Füßen genießen, bevor es in die Halle zur Saisonvorbereitung geht. Von Setzplatz 11 aus gestartet setzten die beiden sich gleich zwei Mal gegen Kieler Konkurrenten durch, im zweiten Spiel sogar gegen den späteren Finalisten Duse/Hüper. Das bedeutete den direkten Durchmarsch ins Viertelfinale, in dem sie Graves/Winter erst in einem knappen Tie-Break unterlagen (13:15).

Gold und ein großes FLENS für Alina Said und Leonie Umminger

Die beiden Lübeckerinnen Said/Umminger starteten von Setzplatz 9 souverän gegen die direkten Setzplatz-Nachbarn Fregien/Westphal ins Turnier. Im nächsten Spiel warteten die frischen Landessiegerinnen 2025, die schon vor dem Wochenende festgestanden hatten. Nach einem herausfordernden ersten Satz holte man sich knapp Überraschungssieg im zweiten Satz. Trotz zweier eigener Matchbälle im dritten Satz konnte man den Erfolg allerdings nicht komplett machen (16:18). Wie so etliche Partien wurde auch das Achtelfinale gegen Matthießen/Ruchay auf dem Center Court zu einem mentalen Spiel. Was für ein sportlicher Ehrgeiz über dem A-Turnier lag, spürten auch angereiste Fans, wie sie später berichteten. Im Viertelfinale traf man dann auf die eingespielten Kielerinnen Heller/Michels, denen man bislang stets unterlegen war, gegen die man zuletzt aber auch immer mehr den Sieg geschnuppert hatte. An diesem Samstag war es so weit: Nach einem Fehlstart im ersten Satz (9:15), überrollten die Lübeckerinnen ihre Gegnerinnen (15:6) und entschieden selbstbewusst den dritten Satz (15:11) für sich und damit den Einzug in ihr zweites Halbfinale auf der FLENS Beach-Tour.

Also hieß es auch für die beiden Lübeckerinnen: Once more road to Schilksee, wie immer mit Nachwuchs Said im Gepäck. Anpfiff zum Halbfinale um 09:30 Uhr bei Nieselregen gegen Andoh/Schümann: Man sah sich hier als Underdog, aber stets mit dem Sieg als Option – die man wahr machte in zwei denkbar knappen Sätzen (21:18, 22:20), und damit den sicheren Treppchenplatz. Dann also das krönende Finale gegen Horlohe/Voigt aus Kiel: Gegen das Kieler Team hatte man schon gewonnen, aber öfter verloren, alles offen. Mit einem 21:18 im ersten Satz näherte man sich dem Traum vom Pokal. Die Nerven spielten mit, aber auch (und nicht nur) die beflügelten Aufschläge von Alina Said. Eine Aufholjagd in der zweiten Satzhälfte war aus Lübecker Sicht notwendig, um das Satzende zum Spielende machen zu können (21:19). Platz 1 für Said/Umminger und Jubel für Lübeck!

Nachdem beide Lübeckerinnen 2023 zwangsläufig pausieren mussten ist dieser vorläufige Saisonabschluss zusammen vielleicht auch der krönende Abschluss eines geduldigen Comebacks. „Grundsätzlich war das ein Turnier der Comebacks“, fasst Leonie Umminger zusammen, „wie oft haben wir an diesen beiden Tagen Rückstände gedreht, 0:5 im Halbfinale, 13:17 im Finale sind nur Beispiele, scheint uns wenig beeindruckt und umso mehr unseren Kampfgeist entfacht zu haben.“ Man habe all die Spiele gewonnen, die man hätte gewinnen können, schließt sie zufrieden im Rückblick. Saisonziel? Übertroffen!

 

Das Bildmaterial wird netterweise von Jasper Lorenz zur Verfügung gestellt.

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